Chronik

Ur- und frühgeschichtliche Funde, die vor allem aus der Bronzezeit stammen, und Reste einer
Siedlungsanlage mit Abschnittswall auf der Bosel beweisen die frühe Besiedlung. Während der Zeit der slawischen Besiedlung barg die Bosel („boza wola“ oder „bozela“ bedeutet Götterwille) wahrscheinlich ein Heiligtum, wo man um Erntesegen bat. 

Der Ortsname Sörnewitz ist vom altsorbischen „Zornowica“ (Mühlenort) abgeleitet.

Sörnewitz ist eines der wenigen erhalten gebliebenen Straßendörfer im sächsischen Raum mit den typischen Zwei- und Dreiseitenhöfen. 

Diese Struktur ist noch heute deutlich zu erkennen.

Die hauptsächlichen Erwerbsquellen für die Sörnewitzer Bauern waren Ackerbau und Viehzucht. Große Bedeutung für den Ort hatte auch der Weinbau an den elbseitigen Hängen des Spaargebirges und auf der Bosel.

Ein kleiner Auszug aus der Sörnewitzer Chronik:

1205 Erste Erwähnung des Ortes als „villa sornuitz“ in einer Urkunde, welche die Zinspflicht des Ortes zum Kloster St. Afra beinhaltete. 

1378 Das Dorf gehörte zum Amte Hayn (Großenhain) und musste dem Markgrafen Friedrich dem Strengen zinsen. 

1625 Sörnewitz wird in das Amt Moritzburg übernommen.

1779 Ein eigenes Gemeindesiegel wird eingeführt. 

1839 Die selbständige Gemeinde Sörnewitz entsteht auf der Grundlage der neuen Landgemeindeordnung. 

1950 Alt- und Neusörnewitz werden nach Coswig eingemeindet.

1989 Seit der politischen Wende wächst das Dorf wieder, es wurden viele Höfe saniert, rekonstruiert, ausgebaut und neue Einfamilienhäuser und Reihenhäuser gebaut. So entstanden neue Siedlungen Am Wasserwerk, auf der Zaschendorfer Straße und am Schulweg.

Interessant ist auch die wechselvolle Geschichte der Schulen in Sörnewitz.

Der Schulunterricht wurde seit 1816 jede Woche in einem anderen Gehöft abgehalten, bis man 1836 die erste Einraumschule einrichtete.
In dieser befand sich von Dezember 2002 bis 2018 die Sörnewitzer Heimatstube (einige Exponate kann man heute im Handwerkerhof Sörnewitz oder im Coswiger Museum betrachten). 

Als die Bevölkerung wuchs, baute die Gemeinde 1892 ein größeres Schulhaus, das 1900 und 1974 erweitert wurde und bis zu seiner Schließung im Jahr 1998 die Grundschule beherbergte. Seit 2000 wird das Gebäude als Sprachheilschule des Landkreises genutzt.